Samstag, 17. Januar 2009

Safari

Hallo Leute,

ich war auf Safari! Wo soll ich da eigentlich anfangen zu erzählen. Am einfachsten ist es wohl am Anfang. Bietet sich irgenwie ja auch an.

Wir, also ein Freiwillige aus Ägypten (ist für das Zwischenseminar Anfang Januar gekommen) und ich, standen am Morgen des 24.12.08 um 4:30 auf. Suchten unsern Kram zusammen und warteten dann auf den Taxifahrer, der für 5 Uhr bestellt war. Um 5:15 gabs immer noch keine Spur von ihm. Ich sagte mir und dann auch Jonathan, für Swahili-Zeit (also immer etwas später als abgesprochen, fäng bei 30min. an und hört bei gar nicht kommen auf) haben wir keine Zeit, da wir um sechs beim Bus sein müssen. Also ab zum Taxistand. Dort fanden wir tatsächlich noch ein Taxi, das gerade am wegfahren war. Wir erwischten es noch. Zum Glück!

In Ubungo (der Busbahnhof) war tierisch was los. Hunderte Menschen, wenn nicht gar tausende strömten auf die Eingänge zu und suchten ihre Busse. Und dass um diese Zeit.

Ich hätte das schon irgendwie erwarten können, da schließlich fast alle Busse ausgebucht waren, doch diese Massen haben mich schon überrascht.

Dann ging es auch bald schon mit nur einer halben Stunde verspätung los. Die Busfahrt war überraschend ereignislos. Wir holten schlaf nach und später schauten wir uns die langsam verändernde Landschaft an.

Endlich, zehn Stunden später, in Arusha angekommen, wurden wir glücklicher Weise von unserem Safari-Unternehmen abgeholt. Was mich doch etwas beunruhigt hat, war das Auto des Unternehmens. Es sah von außen für tansanische Verhältnisse ganz normal aus, doch der Kofferraum war so was von zugemüllt. Das fand ich nicht so toll. Man hört ja so viel von schlechten Safari-Unternehmen und Geldabschneidereien. Doch ich hab das erst Mal alles locker genommen, da sich ja noch früh genug herrausstellen würde, wo wir da eigentlich gelandet sind.

Am Abend des 24. haben wir dann unsere zwei Mitreisenden für die Vier-Tage-Safari getroffen. Zwei Niedeländerinnen. Mutter und Tochter. Um uns schon mal kennen zulernen sind wir dann am Heiligabend zusammen in Arusha essen gegangen. Es war schon komisch. Das erstmal in Afrika in einem richtigen Restaurant und dann noch zusammen mit zwei Fremden Weihnachten feiern. In dem Restaurant waren wir die ersten Gäste. Tote Hose. Doch das blieb nicht lange so, es kamen etwas später noch ein paar weitere (weiße) Gäste. Das war schon komisch. In Afrika nur unter Weisen zu sein. Aber das sollte bei der Safari noch viel ausgeprägter werden. Wie man sich eigentlich auch denken kann. Trotzdem war es sehr ungewohnt für mich. Zurück zum essen. Bei mir gabs am Heiligabend Spagetti Bolognese. Ein richtiges Festmal!

Also eigentlich nicht. Aber das hat mir nichts ausgemacht, da man hier von Weihnachten sowie so nichts (und wenn wirklich nur vereinzelt) gemerkt hat. Erstmal war es viel zu heiß, dann viel zu blauer Himmel, lange Hell (also im vergleich zu jetzt in Deutschland), kaum Weihnachtslieder, keine Weihnachtsstimmung bei den Leuten, usw. Also recht unweihnachtlich die ganze Geschichte. Doch die Menschen mit denen man Weihnachten sonst ja feiern würde, sind gaaanz weit weg. Es war also auch nicht weiter schlimm Weihnachten mal nicht zu feiern.

Am nächsten morgen ging es dann endlich los auf die Safari. Erstes Ziel war der Manyara-Nationalpark. Doch gleich am Anfang hatten wir ein Problem. Der Supermarkt war zu. Wir konnten also kein Wasser kaufen. Ziemlich scheiße. Weil man ja schon irgendwie etwas trinken muss. Aber unser Guide wusste noch einen Laden. Dort angekommen, gleich der nächste Schock. Es gab keine 12 oder 6 Liter-Kanister Wasser sondern nur 1,5l Flaschen. „Ok, ist zwar etwas teurer aber nicht so schlimm“, dachte ich mir. Da ging ich aber noch vom normalen Preis zwischen 600 und 800 tansanische Shilling aus. Der Preis war aber 1000.

Wir haben dann 14 Flaschen für vier Tage und zwei Personen gekauft. Das war nicht gerade billig, umgerechnet fast 8€. Echt wahnsinn. Doch zum Glück sollte das die einzige negative Sache für die nächsten vier Tage werden.


Nach ein paar Stunden Autofahrt kamen wir dann schließlich an unserer Campsite an. Der auf einem Berg gelegene Campingplatz bot eine wunderschöne Aussicht auf ein kleines Dorf im Tal, die umliegenen Berge und, am wichtigsten, auf den Manyara Lake und Nationalpark. Unglaublich!


Das Foto zeigt jetzt natürlcih nur bedingt die atemberaubende aussicht







Nach einer kurzen Mittagspause sind wir dann endlich in den ersten Nationalpark gefahren. Gleich am Parkeingang standen gleich drei riesengroße schwarze Geländewagen mit staatlichem Kennzeichen. Der Präsident Tansanias war im Park. Deshalb wurden die ersten 200 Meter des staubigen Weges auch gewässert, damit sich der Präsident ja nicht mit Staub dreckig macht. Das wars aber auch schon was wir davon mitbekommen haben. Für mein Geschmack auch genug.
Kurz darauf haben wir dann auch endlich die ersten Tiere gesehen. Das heißt unser Fahrer hat sie uns entdeckt. Affen!















Nicht lange dannach sahen wir einen einzelnen blätter-in-sich-hinein-stopfenden Elephanten am Wegesrand stehen. Nach dem wir ein paar Fotos gemacht haben und Jonathan ein bisschen gefilmt hat. Hatte der Graue wohl genug. Riss noch ein letzten Ast vom Baum, überquerte dann 2 Meter dicht und schmatzend die Straße und verschwand im Wald. Kein schlechtes Erlebniss.















Ich könnte jetzt noch von vielen anderen Begenugen schreiben, aber das wird schnell langweilig. Deshalb gibs jetzt ein paar Bilder vom ersten Tag:


























































































Am ersten Abend unserer Safari gab es dann richtig gutes Essen. Ich war schon überrascht. Ich hab es genossen. Mal was anderes als nur Reis und Bohnen. Und was wirklich angenehm war, wir warebfast alleine auf der Campsite. Schön ruhig und entspannt.

Am nächsten Morgen ging es dann gleich weiter in den Serengeti-Nationalpark. Um dorhin zu kommen, mussten wir durch das Ngorongoro-Schutzgebiet. Wir konnten dort also schon mal einen Blick auf den Krater werfen.












Als wir dann am Parktor des Serengeti waren fing es noch an zu regnen. Das war echt kein Witz. Es sah so aus, also ob das nun Stunden anhält. Dem war aber zum Glück nicht so. Kurz nachdem unser Guide den Eintritt bezahlt hatte und wir mit dem Mittagessen fertig waren hörte es auf zu regnen. Und dann ging es endlich wieder mit Tiere gucken weiter...














































Am Abend sind wir dann in unsere Campsite mitten im Serengeti gefahren. Dort war dann aber plötzlich richtig viel Trubel. Eine menge Leute. Aber es war eigentlich recht witzig. Doch wenn man sich mal überlegt, was dieser Tourismus für Auswirkungen für das Ökosytem hat, haben kann und haben wird, dann wird einem schon etwas anders. Zumal (wie es mir erschienen ist) das Geld was mit dem Park eingenommen wird nicht ausschließlich für die Instandhaltung des Parks und den Schutz der Tiere verwändet wird. Aber da fehlt es mir natürlich an Wissen darüber. Und ich muss gestehen, dass ich erst im nachhinein darüber etwas Nachgedacht habe.
Am dritten Tag sind wir sehr füh morgens Aufgestanden und sind dann fünf Stunden im Park auf Tiersuche gegangen:


















































































Am Nachmittag sind wir dann aus dem Serengeti wieder raus und haben uns auf dem Weg zum Ngorongoro gemacht. Unterwegs konnten wir eine wundervolle Landschaft und Wetterschauspiele beobachten. Das lässt sich gar nicht in Worte fassen. Das muss man einfach selbst erlebt haben. Auf dem Weg zu unser letzten Campsite machten wir noch einen Stop an einem View-Point. Dort konnte man den Ngorongoro-Krater in seiner ganzen Schöheit bewundern und wurde nebenbei noch von Masai unterhalten. Man wurde gefrag, ob man nicht etwas von ihrem schönen Masaischmuck kaufen wolle oder ob man nicht Lust hätte sie zu Fotografieren. Ich hatte kein Interesse, dass hab ich ihnen wohl auch durch ein höffliches „Nein Danke“ geschaft. Jedenfalls wurde ich ziemlich schnell nicht mehr angesprochen. Vielleicht war ich ihnen aber auch nur unsympatisch... ;-)












Am nächsten morgen habe wir noch einen Sonnenaufgang über dem Ngorongoro-Kraterrand miterlebt. Und dann gibt es schon los, um den letzten Tag der Safari unten im Krater zu verbringen:































































































So. Ich denke das reicht nun erstmal. Ich werde dann bald einen Text über den Rest der Reise verfassen. Da gehts dann um Moshi, den Kilimanjaro und Kaffee.

1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Vielen Dank fü die tolle Geschichte. Das werde ich nacher mal Lino zeigen Der interessiert sich auch sehr für Wildtiere (besonders Raubkatzen).

Onkel Sebastian