Datum: 18.09.2008
Da einige sicherlich sehr neugierig sind, was meine Arbeit betrifft, werde ich euch nun nicht mehr länger warten lassen.
Meine Arbeit teilt sich grob in zwei (drei) Bereiche ein. Der erste umfasst verschiedene Arbeiten, wie z.B. Gartenarbeit, Holzarbeit, Reparaturen und die Remedial Classes. Letzteres ist die Arbeit mir den Schulkindern, die Probleme im Unterricht haben, dort werden dann Koordinations- und Bewegungsübungen, sowie Spiele gemacht.
Der zweite, größere und wichtigere Bereich bezieht sich auf das Waisenprojekt. Dort gibt es verschiedene Teile an denen ich arbeite. Einmal in der Woche, am Donnerstag, fahre ich mit Sarah und (noch) mit Aram zu Waisenhäusern, Großeltern, oder Alleinerziehenden um dort ein Gespräch mit den Erziehungsberechtigten über das (Halb)Waisenkind. Dort werden ziemlich detaillierte Fragen gestellt, damit man die bewegende Lebensgeschichte des Kindes nachvollziehen und eine Zusammenfassung für potentielle Sponsoren schreiben kann. Doch bevor diese per Mail abgeschickt werden, müssen wir erstens diskutieren, ob die Kinder geeignet für die Schule sind (Ausschlussgrund wäre z.B. ein zu hohes Alter) und schauen ob alle Unterlagen vorliegen. Erst nachdem alles vollständig ist, wird nach Sponsoren für die Waisenkinder gesucht. Dies ist natürlich auch meine Aufgabe. Parallel dazu werde ich aber auch nach möglichen Sponsoren suchen, die allgemein bereit wären ein Waisenkind zu fördern, aber noch ohne konkrete mögliche Patenkinder.
Des Weiteren werde ich jedes Halbjahr Berichte über die Waisenkinder für die Sponsoren schreiben, um sie über ihre Patenkinder zu informieren. Diese Berichte enthalten ein Foto, ein gemaltes Bild, ab Klasse 3 einen persönlichen Brief und eine Beschreibung der Entwicklung und der aktuellen Lage des Kindes. Dies alles zusammenzutragen und zu verfassen gehört zu meinen Hauptaufgaben.
Außerdem sind wir gerade dabei, die Papierordner neu zu organisieren und zu aktualisieren. Was bitter nötig ist. Es fehlt hier leider total an Übersichtlichkeit. Im laufe dieser Arbeit wird aufgrund der gesammelten Erfahrungen das Waisenprojekt, bzw. die Methoden, die Mittel und die Arbeit selbst ständig weiterentwickelt. So legen wir z.B. gerade eine Übersicht an von welchen Waisenkindern wir noch welche Unterlagen brachen, und welche auf eine Patenschaft warten.
Ihr seht es ist eine Menge (zur hälfte digitaler) Papierkram.
Der in Klammern stehende dritte Punkt ist die Website zu verwalten. Da Aram die aber gerade komplett überarbeitet und restauriert, werde ich nicht mehr so viel damit zu tun haben. Nur ein paar Kleinigkeiten wie Bilderupload, ändern von Adressen, also hauptsächlich Aktualisierungen. Das ist auch gut so, weil ich noch nicht so viel HTML kann. Muss jetzt also gerade zwei Sprachen lernen. Einmal Swahili und einmal HTML. Dabei ist jedes für sich schon eine kleine Herausforderung (obwohl es sehr einfache Sprachen sind, im Vergleich zu anderen).
Nun seid ihr also auf dem Laufenden, was meine arbeit betrifft.
Hier noch etwas Werbung in eigener Sache:
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
die Hekima Waldorf School verfolgt ein ehrgeiziges Projekt in Dar-es-salaam, Tansania. Obwohl die einzige Waldorfschule in Tansania wenig bis gar nicht von der Regierung unterstützt wird, versucht sie so vielen Waisen wie möglich einen staatlich anerkannten „Primaryschool“-Abschluss (nach der 7.Klasse) auf dieser Schule zu verschaffen.
Für die Waisenkinder stellt die Hekima Waldorf School eine große Ausnahme und gleichzeitig eine große Chance dar, denn die Möglichkeiten für ein Waisenkind sich aus der Armut zu befreien sind größtenteils versperrt. Die staatlichen Schulen sind mit bis zu 100 Schülern pro Klasse überfüllt. Viele der Kinder verlassen die Schule schon nach der 4. oder 5. Klasse, weil sie in dem Schulsystem verloren gegangen sind und später kaum Chancen haben werden sich weiterentwickeln zu können.
Anders geht es den Schülern der Hekima Waldorf School. Es ist zwar eine Privatschule (davon gibt es aufgrund der Lage der staatlichen Schulen sehr viele in Tansania), aber sie ist nicht auf Profit aus. Vielmehr stehen die Kinder im Vordergrund, deshalb ist die Schule nicht umsonst eine der Besten Primary-Schools in Tansania.
Auf der Hekima Waldorf School erhalten die Kinder nicht nur eine schulische Grundbildung, ihnen wird auch Hand-, Garten- und Holzarbeit beigebracht, genauso wie das Singen, Malen und Zeichnen. Dadurch erhalten sie Mittel zu kreativen Problemlösungen. Dies bietet den Waisenkindern, nach Abschluss des Examens der 7. Klasse, sehr gute Vorraussetzungen für den weiteren Bildungsweg.
Wir versuchen dieses Projekt nach Möglichkeit zu erhalten und weiterzuentwickeln, deshalb ist meine Frage an Sie: Wollen Sie einem Waisenkind oder gar mehreren den Weg in ein besseres Leben schaffen und ihm durch eine Patenschaft Schulbildung ermöglichen.
Die Kosten für ein Jahr beinhalten den Transport der Kinder zur Schule hin und zurück, die Schulmaterialien und –gebüren, zwei Tagesausflüge im Jahr, sowie das Essen (dieses Essen in der Schule ist nicht selten das einzige, was die Kinder an dem Tag bekommen) und betragen 750 Euro.
Es ist wünschenswert, wenn Sie eine möglichst lange Zeit (am besten alle 7 Jahre, 9 mit dem Kindergarten; hängt vom Alter des Kindes ab) das Waisenkind unterstützen. Ihnen steht es natürlich frei, selbständig Partner für eine gemeinsame Patenschaft zu suchen. Auch können Sie sich an die „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.“ wenden, diese Organisation wird dann Partner für Sie suchen.
Sollten Sie trotzdem eine kleinere Summe direkt spenden wollen, so wird das Geld in einen Topf für bedürftige Nicht-Waisenkinder an dieser Schule gegeben.
Auf jeden Fall kommt Ihre Spende zu 100 Prozent dem Kind zu gute, es werden keine Abzüge für Verwaltung usw. getätigt.
Als Sponsor erhalten Sie selbstverständlich auch Informationen über das von Ihnen unterstützte Kind. Dieser Bericht enthält ein Foto von dem Kind, ein von ihm gemaltes Bild, eine schriftliche Beschreibung der Entwicklung des Kindes sowie, wenn es in der 3. Klasse oder höher ist, einen persönlichen Brief.
Zum Abschluss noch etwas zu meiner Person:
Ich heiße Malte Warncke und bin an der Schule „Weltwärtsdienstleistender“, also ein Freiwilliger, der die Schule bei dem Waisenprojekt und dem Kontakt mit Deutschland unterstützt. Von mir erhalten Sie, entweder halbjährlich oder jährlich, dies ist Ihnen überlassen, die Berichte.
Ich bin bis Ende August 2009 an der Schule, nach meinem Jahr wird ein anderer Freiwilliger meine Arbeit fortsetzen.
Wir würden uns sehr, und ganz besonders die Waisenkinder, über Ihre Unterstützung freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Malte Warncke
Bei interesse einfach bei mir melden.
Malte_w@hotmail.de











