Eine wichtige Frage!
Da musste ich selbst im Tagebuch nachschauen (also das habe ich zum beispiel im Dezember gemacht: Tagebuch schreiben, über was eigentlich??) Aber eins kann ich mit Sicherheit sagen, ich hatte im Dezember keine hochaktive Phase im Swahili lernen, schade irgendwie. Aber ich brauche wohl ein Lehrer dazu.
Ach ja am 5.12.2008 haben wir in Olivas Geburtstag reingefeiert. Erst waren wir auf einem kleinen Festival (soll angeblick das Größte R&B Festival in Tansania gewesen sein. Wenn die das sagen, dann muss das ja wohl Stimmen (ACHTUNG: IRONIE)). Dannach sind wir dann noch in die Corner-Bar bei uns um die Ecke gegangen und haben uns nett unterhalten. Wir konnten im Verlauf sogar eine der wichtigsten Fragen der Menschheit beantworten (sogar mit alternativer Lösung): Was war zu erst da, dass (Hühner)Ei oder das Huhn?
Antwort: Ganz klar das Ei. Wer im Evolutions-Unterricht aufgepasst hat, weiß auch warum.
(Kleiner Wink, irgendwoher muss das erste Huhn ja kommen, nech?)
Antwort Alternativ: Ganz klar das Huhn. Wer im Religions-Unterricht, meinetwegen auch Creationismus-Kunde, aufgepasst hat, weiß auch warum.
Nach dieser nicht ganz ernsten Diskusion sind wir dann auch ins Bett. Am Abend des 6.12 sind wir dann bei unserem Freund Dennis Pizza essen gegangen, haben also Olivas Geburtstag weiter gefeiert. Dennis’ Pizza soll sehr sehr gut sein, richtig lecker, sagen zu mindestens alle (schlecht ist sie wirklich nicht), doch ich war jetzt nicht so überzeut von ihr. Da gibt es viel besser Pizza zu hause. Wobei ich sagen muss, dass Dennis den Pizzaboden klasse hinbekommt.
So dann habe ich mich noch um die Organisation der geplanten Safari über Weihnachten gekümmert. Das war gar nicht so einfach. Doch zum Schluss habe ich es tatsächlich noch hinbekommen. Ich habe mir verschiedenste Unternehmen in Dar und im Internet angeschaut und mich dann für eins in Dar entschieden. Das war glaub ich auch ganz gut, weil die schon ganz gut organisiert haben, was auch nötig war. Denn kurz vor der Safari und Weihnachten wurde ich krank (so um den 18.12.08). Richtig krank. Mit 39.5°C lag ich im Bett, zum Teil Schüttelfrost, Kopf- und heftigste Knochenschmerzen. Das hatte ich noch nie erlebt. Der verdacht war natürlich auf Malaria. Also ab ins Krankenhaus. Der Test war negativ, leider auch alle anderen Tests auf alles mögliche. Also war der Doktor genau so schlau wie ich. Das ich krank bin. Zum Glück hat er nicht auch noch behauptet, dass ich gesund sei, da ja alle Tests negativ sind (keine Angst, so schlimm ist es hier nicht). Also wurde mir Blut für eine Blutkultur abgenommen und in 5 Tagen sollte ich das Ergebniss dann erfahren. „Na toll“, dachte ich mir, „Safari kann ich vergessen“. Zur Sicherheit sollte ich etwas gegen Malaria nehmen, da es nicht klar war, ob ich nicht doch Malaria haben könnte.
Zuhause angekommen rief ich erstmal bei dem Safari-Unternehmen an, doch es stellte sich herraus, das es kein Problem sei. Ich war beruhigt. Auch beim Busticket sollte das kein Problem sein. Zum Glück. Für Jonathan war es natürlich etwas doof, der extra aus Ägypten gekommen war (nicht für die Safari, sondern das Zwischenseminar Anfang Januar). Doch es war nicht zu ändern, wir mussten also fünf Tage länger in Dar bleiben.
Am 22.12.08 waren wir dann noch mal beim Busterminal, um die neuen Tickets abzuhohlen. Doch da stellte sich dann das Große Problem herraus. Es war doch ein Problem. Es gab keine Plätze mehr. Doch ich blieb hart und erklärte ihnen immer wieder, dass mir der Mann am Telefon gesagt hat, es sei kein Problem. Und nun ist es ein Problem! Schließlich haben sie dann von sich aus, drei Busgesellschaften gefragt, doch alles voll.
So langsam war ich am Zweifeln, ob wir hier noch weg kommen und es zu unserer Safari schaffen. Doch nach 30 Minuten diskusion fanden wir schließlich noch eine Busgesellschaft, die uns am 24. nach Arusha fahren sollte. Ein großer Stein viel mir vom Herzen.
Die Reise war also gerettet.
Am Dienstag ging ich dann noch mal ins Krankenhaus, um die Ergebnisse der Blutkultur zu erfahren. „Es ist eine Infektion“, sagte man mir. Da war ich dann schon etwas beruhigt. Besser als Malaria. Hab dann noch drei Antibiotika-Mittel für fünf Tage bekommen. Fand ich nicht so klasse, aber man will ja schon irgendwie gesund auf eine Safari fahren.
Wie die Safari war, erfahrt ihr dann im nächsten Berricht. Mit ganz vielen Bildern.
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2 Kommentare:
Das war wirklich eine aufregende Zeit für Dich, für uns aber auch! Durch Telefonate wussten wie immerhin ein wenig über die Schwierigkeiten, die Du meistern musstest.
Bin gespannt auf den nächsten Bericht und die Fotos!!!!!!
O.W.
Hallo Malte,
auch hier (in Old Europe)hatten wir technische Probleme... Unser DSL ging für ziemlich lange Zeit nicht - und Hotline-Experten, Techniker und sonstige Ansprechpartner waren nicht in der Lage das Problem anzuerkennen. Wir wussten es funktioniert nicht - die Experten sagten es gäbe kein Problem. So ähnlich wie in der Politik. Heute hatten wir glücklicherweise einen Kollegen Techniker an der Hotline, der auch etwas von Technik verstand - und der helfen konnte!
Also: Wir freuen uns das in Afrika die Technik funktioniert - und, welche Überraschung, sogar bei der Telekom.
Die Familie
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