Meine Arbeit hat sich nun im Neuen Jahr etwas verändert. Ich gebe jetzt hauptsächlich Nachhilfeunterricht. Dafür arbeite ich eigentlich gar nicht mehr im Garten oder in der Holzwerkstatt. Ich vermisse das zwar ein bisschen, aber es macht auch viel Spaß mit den Kindern zu arbeiten.
Die Nachhilfe ist für die Klassen 1-3. Die fünfzehn Kinder sind zum großen Teil Waisenkinder und haben Schwierigkeiten zu lesen und zu schreiben. Deshalb arbeiten wir, eine Freiwillige aus den USA und ich, mit ihnen nur in Kleingruppen von 2-4 Kindern zusammen.
Sie sind alle auf einem sehr unterschiedlichen, aber niedrigen Bildungsstand. Viele konnten bis vor kurzem nicht mal das Alphabeth. Aber seit wir mit ihnen nun schon fast vier Wochen täglich das Alphabeth geübt haben, können sie es inzwischen fast alle aufsagen. Jetzt gehts ans Schreiben der Buchstarben. Bald können wir dann Anfangen mit einfachen Wörtern und Sätzen schreiben zu Üben.
Es hat mich schon erschrocken, dass diese Kinder nicht mal das Alphabeth konnten. Doch dann wurde mir bewusst, dass die meisten Kinder Waisen sind und es zuhause sehr schwer haben. Dort kann ihnen oft auch nicht bei den Hausaufgaben geholfen werden, da die Eltern bzw. Vormünder selber kaum lesen und schreiben können.
Doch durch diese Kleingruppenarbeit machen die Kinder schnell Fortschritte und können bald wieder regulär am Unterricht teilnehmen und werden dann in der Lage sein viel mehr zu verstehen als vor einigen Wochen.
Die Arbeit macht mir schon ziemlich viel Spaß, vorallem weil man die Vortschritte miterlebt und auch von den Kindern viele positive Rückmeldungen bekommt. Sie haben zum Beispiel den Zeitplan noch nicht ganz durchschaut und sind dann immer ganz enttäuscht wenn andere Kinder aus ihrer Klasse zuerst aufgerufen werden und sie jetzt nicht selber an der Reihe sind. Ganz enttäuscht sind sie immer Dienstags und Donnerstags, weil wir dort nurm it zwei Gruppen arbeiten können. Die anderen müssen wir immer auf morgen vertrösten. Die Kinder sind dann immer ganz traurig.
Was mich aber viel mehr freut, ist das Ndechira sich ebenfalls auf die Nachhilfe freut und dort dann auch sehr ruhig ist. Ich hab sie eigentlich ganz anders in Erinnerung. Wenn ich mal in Klasse 1 aushelfen musste, hat sie mich immer auf Trab gehalten. Ich war die meiste Zeit damit beschäftigt, sie auf ihrem Platz zu halten. Deswegen bin ich etwas verwundert, wie anders sie in dieser Kleingruppe ist. Sie legt auch gar nicht ihr übliches schlechtes Verhalten an den Tag, genauso wenig macht sie absichtlich schlechte Arbeit. Im Gegenteil, sie arbeitet richtig gut mit.
Ich bin gespannt wie sich die Kinder so entwickeln. Vor den nächsten großen Ferien im April gibt es dann nämlich einen Test und ich hoffe dort viel bessere Ergebnisse zu sehen, als bei unserem Pre-Test.
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3 Kommentare:
Ich wusste immer, dass Du gut mit Kindern umgehen kannst und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und Freude an Deiner Arbeit.
O.W.
Hallo Malte,
wie immer lesen wir mit Begeisterung Deine Berichte und freuen uns, daß es Dir scheinbar sehr gut geht.
Grüße aus Wedel
Moni + (Onkel) Paul ( ex. Großwesir)
Vielen Dank.
Und mir geht es tatsächlich ganz gut.
Viele Grüße
Malte
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