Samstag, 10. Januar 2009

Der kaputte Laptop

Lang ist es her, seid ich das letzte Mal geschrieben habe. Ich habe es nicht vergessen, oder keine Zeitgehabt, doch mein Laptop ist anfang Dezember kaputt gegangen. Genauer, die Festplatte. Was ziemlich doof ist, da meine ganzen Daten verloren sind. Darunter waren die ganzen Materialien für die Arbeit in der Schule, meine ganze Musik (40 GB, ca. 13000 Lieder) und 120 GB Filme (ca. 120 Filme). Musik und Filme sind zwar ärgerlich, aber nicht im geringsten so wichtig gewesen, wie die Daten für die Schule. Nun werde ich in nächster Zeit damit beschäftigt sein, diese versuchen wieder her zustellen. Leider sind da auch einige unersätzbare Daten dabeigewesen. Ich hoffe, das ich auch ohne diese auskommen werde.
Zum Glück habe ich meine Fotos (also die meisten) eine Woche vorher gesichert, doch für alle andern Daten war mein Plan, es eine Woche später zu machen, nicht so gut. Ein Tag vorher bricht meine Festplatte zusammen. Sie gibt ein richtig nervenaufreibenes Geräusch von sich und der Laptop reagiert nicht mehr. Neustart und BIOS-Check, sowie der versuch Windows neu zu installieren sind natürlich nicht möglich, wenn die Festplatte nicht mehr funktioniert.
Ich hab das dann mit meinen Freunden besprochen und wir sind dann zum Schluss gekommen, dass ich das Problem in Fachkundige Hände weitergebe. Doch an welche? An maximalpikmentierte (das soll der politisch korrekte ausdruck sein, hab ich gehört) wurde mir abgeraten, also Aufgrund der leider häufig nicht ausreichenden Fachkenntnis. Ich wollte dann zu Indern in der Innenstadt gehen, die sich damit definitiv auskennen.
Am 4.12 habe ich das beileufig in der Schule erzählt und da meine Jerome (ein Holländer der in Tansania lebt), das er jemanden kenne, der mir helfen könne. Das klang eigentlich gut, da die Hilfe höchstwarscheinlich für Umsonst ist. Ich hab trotzdem nachgefragt, ob es ein tansanier sei, nur zur Sicherheit. „Ja“, war die Antwort. Da hab ich dann doch schon etwas gezweifelt, ob der Besuch mit erfolg verbunden ist.
Als wir in seinem Geschäft ankamen, musste ich erst einmal eine halbe Stunde auf ihn warten (gut, das ist für mich nichts neues bzw. schlimmes mehr, das gehört zur Mentalität) bevor es los ging. Er hat sich meinen Bericht angehört und fing dann gleich an, nach kurzer Betrachtung des Nicht-Funktionierens, meinem Laptop rumzuschrauben, ohne wie ich es erwartet hätte, mal ins BIOS oder so zu gucken. Aber immerhin hatte er das passende Werkzeug, was hier keines Falls selbstverständlich ist. Als die Festplatte dann drausen war, kriegte ich gleich erst mal einen kleinen Schock, als ich sah, wie er die Festplatte beim Reden (und das nicht ohne Gesten mit den Händen und meiner Festplatte). So eine Festplatte ist ein empfindliches Gerät, damit geht man vorsichtig um!
Schließlich wurde diese dann auch endlich mal Überprüft und wir mussten feststellen, dass sie nicht mehr rotiert (kleiner Hardware-Kurs: Eine Festplatte kann man sich wie ein CD-Laufwerk vorstellen. Es gibt eine Scheibe, auf der die ganzen Daten sind und die dreht sich, wie die CD im Laufwerk. Nur kann man diese Scheibe nicht so einfach aus dem „Laufwerk“ bekommen). Dieser Fachman hat darauf vorgeschlagen, eben diese Scheibe herauszunehmen und in ein neues Festplattengehäuse einzusetzen. Ich kriegte bei diesem Vorschlag fast die Kriese. Sowas ist zwar möglich, und nicht selten die einzige Möglichkeit in so einem Fall an die Daten heranzukommen (die sollten eigentlich noch auf der Scheibe sein, nur kommt man nicht mehr heran), doch auch hochriskant.
Jeder kennt das, eine verschmutzte CD hackt. Hier ist das kein Problem, kann man kurz sauber machen und dann sollte es eigentlich wieder gehen. Doch die Scheibe von einer Festplatte darf auf keinem Fall verschmutzt werden, nicht mal ein paar Staubkörnchen, einer ist schon zu viel.
Als ich den Vorschlag hörte konnte ich mir nicht vorstellen, dass es hier ein staubfreies Labor gibt indem solche eingriffe stattfinden. Ich hab also zugesehen, dass ich aus dem Laden herrauskomme und mich auf den Weg zu den Indern mache.
Dort angekommen fühlte ich mich viel wohler und von kompetenten Leuten umgeben. Doch eine Woche später erfuhr ich, dass da nichts zu retten ist. SO EIN DRECK! (wollte eigentlich Scheiße schreiben, aber es gibt irgendwie kein Großes „ß“, das sah dann doof aus). Bezahlen musste ich trotdem.
Nur noch kurz wie ich das Problem lösen konnte:
Ich wusste, dass ein Volunteer über Weihnachten nach Hause fliegt, habe also schnell zu Hause eine neue Festplatte bestellt (vielen Dank noch mal für die Mühen) und dann endlich gestern (08.01.2009) eingebaut. Jetzt habe ich auch noch meine Externe Festplatte, um immer genug Speicherplatz für ein Backup zu haben.
Wie und warum meine Festplatte kaputtgegangen ist, weiß ich nicht mit Sicherheit. Die Inder waren der Meinung, dass es durch Überspannung im Stromnetz passierte, doch ich glaube da eher an die Hitze, da ich erstens im Steckdosenadapter ein Überspannungsschutz habe und das Netzteil ja auch noch mal Spannung nimmt.
Ich hoffe auf jeden Fall, das meine Neue Festplatte nun etwas Länger hält. Also am Besten gar nicht mehr kaputt geht.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Wie schön, dass wir nun wieder mehr von Dir erfahren können,
es war doch sehr einsam ohne Nachrichten von Dir.
Also viel Glück mit dem neuen Teil!
O. W.