1Datum: 05.09.2008
Hallo Leute,
mir ist eingefallen ich könnte euch ja auch von meiner Taxifahrt zur Schule erzählen:
Wenn man aus dem Flughafen kommt, merkt man gleich, dass man in Afrika ist. Im Hintergrund stehen riesige Palmen, links vom Flughafen verläuft eine staubige Straße und vorm Flughafen lauern einem die Taxifahrer auf, um möglichst schnell einen Fahrgast zu bekommen.
Mir hat einer der Sicherheitsbeamten vom Flughafen netterweise geholfen, einen vom Flughafen registrierten, und somit Vertrauenserweckenden Taxifahrer zu finden. Da hinten keine Sicherheitsgurte waren, stieg ich vorne ein. Kurz nachdem wir, der Taxifahrer und ich, losgefahren sind, wurden die Türen verriegelt. Ich hatte da ein ungutes Gefühl, aber auf nachfrage sagte mir der Taxifahrer, dass es eine Sicherheitsmaßname ist. Dem war anscheinend auch so.
Wir fahren eine etwas größere Straße, als die am Flughafen, aber dafür noch staubiger und vor allem mit viel mehr Verkehr, der so was von chaotisch ist. Ich frage mich ernsthaft wozu die Regierung Geld für Straßenschilder ausgibt, wenn eh keiner diese „Hinweise“ beachtet. Das Selbige gilt übrigens auch für Ampeln, sofern es welche gibt. Aber vielleicht ist das auch nur ein falscher erster Eindruck, es wird sich zeigen.
Links und Rechts fand ich mich gleich mit Absoluter Armut konfrontiert. Slums wie sie im Buche stehen. Wellblechhütten, Unmengen von Müll und noch mehr Armut. Auf der Straße zum Teil extremes Kontrastprogramm: Sehr teure Luxus-Geländewagen. Und alles auf einem Haufen.
Also wir schließlich von der Hauptstraße in die Nebenstraße fuhren, wurde der Eindruck der Armut noch verstärkt. Die Straße war nicht asphaltiert. Es war eine Sandstraße, mit Höhenunterschieden von zum Teil einem Meter auf zwei Meter Wegstrecke.
Über die Entstehung der Schlaglöcher werde ich euch dann nach der Regenzeit schreiben.
Hier gab es noch mehr Müll auf den Straßen (also es ist jetzt nicht total viel, aber mehr, als man als Deutscher gewöhnt ist).
Dann fuhren wir eine Zeit durch diese ganzen Nebenstraßen, die alle gleich aussahen, kamen ab und zu wieder auf die Hauptstraße, aber gefunden haben wir die Schule lange nicht. Dann fuhren wir endlich, bei der sechsten Nachfrage, oder so, in die richtige Richtung. Der Taxifahrer wäre aber glatt an der Schule vorbeigefahren, wenn mir nicht die weiße Mauer, Google Earth sei Dank, bekannt vorgekommen wäre. Deshalb drehte ich mich um und sah DAS Schild. Hekima Waldorf School. Ich war am Ziel. Der Fahrer wendete und ich betrat kurz darauf das Schulgelände.

2 Kommentare:
Moin, aber ich will ja nicht klugscheißen, aber Dar Es Salaam heißt HAUS des Frieden (nicht Hafen)
Doch, ich weiß auch Definitiv, dass es Hafen des Friedens heißt. Vieleicht hat das Wort zwei Bedeutungen. Also Haus und Hafen.
Und mal unter uns, Hafen passt viel besser!
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