Hallo Leute,
ich komme gerade von meinem Vorbereitungsseminar für den Weltwärts-Dienst aus Helmarshausen.
Wir haben dort 10 Tage lang volles Programm gehabt. Unteranderem wurde der Träger, also die Organisation mit der ich am Weltwärts-Dienst teilnehme, nochmals vorgestellt. Dann wurden die über 60 Teilnehmer auf verschiedene Länder-Regional-Gruppen (LRG) aufgeteil. Es gab insgesammt 7 Stück. Osteuropa, Indien-Parkistan, Indien, Südafrika, Afrika und 2x Brasilen.
In den LRGs haben wir nützliche Dinge wie Erfahrungsberichte von Ehemaligen gehört, aber auch Tipps und Tricks durchgenommen. Dort haben die Teilnehmer, also wir, auch unser Berichte über unsere Zielländer gehalten.
Gleich am 12.8 (also der 3. Tag) gings in die Hospitation. Dort haben wir Freiwilligen verschiedene Waldorf- und antroposophische Einrichtungen besucht.
Ich habe mir auf Schloss Hamborn, die größte Einrichtung Deutschlands, den Kindergarten angeschaut. Ich habe da natürlich gleich mitgemacht und wurde von den lieben kleinen Kindern sofort aufgenommen. Zum Schluss habe ich sogar zwei Bilder von ihnen bekommen.
Am nächsten Tag hatten wir den Kulturschock schlecht hin durchgelebt. Wir besuchten die (fiktive) Albatross-Insel und verstanden die Rituale völlig falsch. Jeder von uns hat die Riten als frauenfeindlich und diskriminierend aufgefasst (aufgrund unserer Vorurteile, die jeder hat, auch wenn man es nicht beabsichtig). Stattdessen bekamen die Frauen die höchste Ehre in dieser Kultur. Sie durften der Erdgöttin am nächsten sein, in dem sie auf dem Bodensaßen, wärend die Männer auf stühlen sitzen und das Essen vorkosten mussten.
Dieses Erlebnis hat uns allen schon zu denken gegeben.
Beim Mittagessen ging es dann gleich weiter mit dem Kulturschock. Es gab kein Besteck. Wir mussten alle mit den Händen essen. Nachdem man die ersten paar ungewohntern "hände-voll-Essen" gegessen hatte, ging das auch ganz gut. Mit der Zeit ließ auch das Bedürfniss die Hände möglichst sauber zu halten nach.
Ja, also ich könnte noch viel mehr über meine Erlebnisse auf dem Seminar schreiben, aber das würde zu weit gehen. Ich muss ja noch etwas Platz lassen, für meine Berichte aus Tansania.
Nur so viel ist noch zu sagen, so wie auf der Insel ging es nicht die ganze Zeit zu, wir haben auch verschiedene Berichte über Entwicklungszusammenarbeit oder Tropenmedezin gehört.
Und mit das wichtigste *grins*: Am Montag (18.08) gab es natürlich ne fetzige Party mit den ganzen Teilnehmer und den Teamern (also die Ehemaligen + Seminarleitung).
Ich muss schon sagen, dass waren echt klasse 10 Tage.
Zum Abschluss noch ein Lied was wir jeden Morgen gesungen haben:
Jenny Mama (8x)
Ja tu susika ia turmina
Ja tu ja waja bej ja waja
turmina susika
Das ist ein hawaiianisches Lied, bei dem kein Mensch weiß, was wir da eigentlich gesungen haben.
Also Leute,
bis zum nächsten mal (dann wahrscheinlich aus Tansania)
euer Malte
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2 Kommentare:
Ich wollt Dir alles gute für die Reise und Deinen Aufenthalt in Tansania wünschen. Das Blog hab ich natürlich via Feed abonniert um immer auf dem Laufenden zu bleiben. Beste Grüße aus Berlin, Basti
Lieber Malte!
Nun sitzt du hoffentlich in deinem Flugzeug nach Nairobi . Irgendwie sind wir traurig , weil du jetzt 1 Jahr fort bist ,aber andererseits freuen wir uns auch für dich . Du hast dir schon so lange dieses Abenteuer gewünscht und nun bist du mittendrin . Wir freuen uns auch , weil du so viele liebe Freunde hast -denn so etwas ist nicht selbstverständlich ! Wahrscheinlich hast du bald sogar noch mehr tolle Freunde . Und wir freuen uns auch ,weil wir Dank dieser wunderbaren Erfindungen Kontakt haben kännen . Da ist der Abschiedsschmerz echt erträglich .
Also , wir wünschen dir einen guten , wundervollen Start in Tansania ,wir haben dich lieb und sind stolz auf dich. Susanne und Horst
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